Energienews

ERDGAS behauptet Spitzenposition im Wärmemarkt (22.05.2019)

Hausbesitzer setzen bei der Wärmeerzeugung weiterhin auf ERDGAS

Mit einem Anteil von 37 Prozent waren Gaslösungen auch bei den 2018 in Deutschland genehmigten Gebäuden erneut das beliebteste Heizsystem, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen.

"Ob Gasbrennwert oder Brennstoffzelle, der Wechsel zu Gasheizungen spart tonnenweise CO2 ein. Und je grüner das Gas wird, desto grüner wird auch geheizt. Damit ist ERDGAS ein echter Trumpf in der Wärmewende", erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS.

Gegenüber 1990 hat der Gebäudebereich seine CO2-Emissionen bereits um 44 Prozent reduziert – er ist damit der einzige Sektor, der das Klimaziel für 2020 nicht nur vorzeitig erreicht, sondern sogar übererfüllt hat. Bis 2030 soll der Ausstoß weiter sinken, laut aktuellem Entwurf des Klimaschutzgesetzes auf minus 67 Prozent. Mit dem Wechsel zu umweltschonenden Gasheizungen lässt sich dieses Ziel schnell und kosteneffizient erreichen. Das wussten im vergangenen Jahr nicht nur Bauherren, sondern auch Modernisierer. Von den mehr als 732.000 im Jahr 2018 installierten Wärmeerzeugern waren drei von vier Gasheizungen, wie Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie belegen. 

"Mit der Entscheidung für ERDGAS nehmen Hausbesitzer die Wärmewende selbst in die Hand: weil es emissionsarm ist und klimaneutral kann, und weil es sich optimal mit den Erneuerbaren kombinieren lässt, beispielsweise mit Solarthermie. So wird die Wärmezukunft im Kleinen schon heute Wirklichkeit – und das zum niedrigsten Preis", erklärt Kehler. Aber auch hocheffiziente Technik wie die Brennstoffzelle trägt zur Senkung des CO2-Ausstoßes bei. So sparen auf Gas basierende Brennstoffzellengeräte, die neben Wärme auch Strom erzeugen, gegenüber einer alten Gasheizung knapp 70 Prozent der CO2-Emissionen ein. 

Gleichzeitig wird ERDGAS selbst immer grüner. Schon heute erzeugen rund 200 Biogasanlagen in Deutschland jährlich etwa 10 Terawattstunden Biomethan – genug, um eine komplette Großstadt wie Frankfurt am Main ein Jahr lang mit grünem Gas zu beheizen. Ergänzend können grüne Gase, die beispielsweise durch das Power-to-Gas-Verfahren erzeugt werden, genutzt werden. Das Ergebnis: eine nahezu CO2-neutrale Wärmeversorgung. 

"Die nach wie vor hohe Beliebtheit von Gastechnologien im Neubau ist ein wichtiger Impuls für die Wärmewende. Allerdings dürfen wir dabei nicht den Heizungsbestand aus den Augen verlieren. Noch immer sind knapp 13 Millionen Heizungen in Deutschland veraltet, die unzählige unnötige Tonnen CO2 ausstoßen. Das muss die Politik anpacken und ein Förderregime etablieren, das die Gebäudesanierung an der erzielten CO2-Reduktion ausrichtet. Denn dann wir der Heizungstausch als günstigste verfügbare Modernisierungsmaßnahme zum Selbstläufer", so Kehler abschließend. 

Quelle: Statistisches Bundesamt, Datensatz "G 00 IE3 03 Baugenehmigungen (Genehmigungsfreistellung: alle) für Wohn- und Nichtwohngebäude nach Gebäudeart und verwendeter Energie zur Heizung (Primär) Neubau insgesamt, Jahr 2018"

Quelle: Zukunft ERDGAS e.V.

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